Solidarität mit der LGBTQ-Community

Bereits im vergangenen Jahr machte der Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen (AKGL) im Rahmen des Pride Month mittels Postkarten auf die Benachteiligung von queeren Personen aufmerksam. Heuer beteiligt sich erstmals die Medizinische Universität Innsbruck an diesem Projekt.
Die Med Uni Innsbruck ist für Personen aus der LGBTQ+-Community eine offene, tolerante und wertschätzende Arbeitgeberin. Um diese Haltung sichtbar nach außen zu tragen, wurden vor dem Anatomiegebäude in Regenbogenfarben gestrichene Bänke als Statement montiert.
Dieses Jahr steht die Allyship mit queeren Personen im Vordergrund der Kampagne. Das bedeutet, Solidarität mit Menschen aus dem Regenbogenspektrum offen und sichtbar nach außen zu zeigen. „Allyship heißt für uns als AKGL: Haltung zeigen und Räume öffnen, respektvoll intervenieren. Love is our Medicine – für ein Arbeitsumfeld, in dem Vielfalt selbstverständlich ist.“, erklärt Michaela Lackner, Leiterin des AKGL.
Im Büro des AKGL liegen deutsch- und englischsprachige Postkarten, Sticker und Buttons auf, welche an verschiedene inneruniversitäre Abteilungen verschickt, oder von Mitarbeiter:innen abgeholt werden können. Das Aufhängen von Postkarten im Büro oder das Tragen von Buttons oder Stickern ist für Mitarbeiter:innen eine einfache und wirksame Möglichkeit, um Solidarität mit Personen, die sich dem Regenbogenspektrum zugehörig fühlen, gut sichtbar zu zeigen.
Benachteiligung von queeren Personen
„An der Med Uni Innsbruck leben wir den Wert der Menschlichkeit. Bei uns ist jeder, unabhängig von Herkunft, religiöser Weltanschauung oder sexueller Orientierung herzlich willkommen. Mit den regenbogenfarbenen Bänken setzen wir ein Zeichen gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Benachteiligung, für Vielfalt, Diversität, Toleranz und Menschlichkeit“, sagt Rektor Gert Mayer.
Aus Studien und Statistiken geht hervor, das queere Menschen Ausgrenzung, Abwertung und Diskriminierung erfahren. Beispielsweise werden sie bei Ärzt:innen weniger ernst genommen oder bekommen immer wieder beleidigende Kommentare zu hören. Aus diesem Grund setzt die Med Uni Innsbruck ein sichtbares Statement für gelebte Vielfalt und Diversität. Die Kampagne im Rahmen des Pride Month soll ein Zeichen setzen, das Vielfalt und Toleranz für die MedUni Innsbruck keine Nebensache sind, sondern vielmehr das ganze Jahr über aktiv gelebt werden.
Der AKGL ist die erste Anlaufstelle für Personen, die diskriminierende Erfahrungen gemacht haben. Hier werden jegliche Erfahrungen und erlebten Diskriminierungen ernst genommen. Gemeinsam mit den Betroffenen wird der Unterstützungsbedarf erhoben und gegebenenfalls zur Beratung an die hausinterne juristische Abteilung verwiesen. Der Großteil der Konflikte oder Missverständnisse kann allerdings in einem persönlichen Gespräch oder mit Aufklärungsmaßnahmen gelöst werden, sodass es keiner juristischen Schritte bedarf.
(18.6.2026, Text: S. Traugott, Foto: MUI/D. Bullock)